Zeitung durch Zeitung

Just another WordPress.com weblog

SEITE 1 MARZ 2, 2008 – OSTERREICH März 2, 2008

Gespeichert unter: Deutschland, Osterreich, Politik — tapasluis2221 @ 4:31

2304170431_144d51015d.jpg

Eigentlich interviewte Künstler Peter Wagner Zeitzeugen zum Thema „Zehn Jahre Roma-Attentat“. Doch was er in einem dieser Gespräche vor drei Jahren erfuhr, war für ihn Anlass, ein siebenteiliges Projekt (siehe Bericht unten) zu initiieren, das sich mit dem Schicksal der Oberwarter Juden nach dem Anschluss vor 70 Jahren an Nazideutschland auseinandersetzt. Wagner hatte von Rechtsanwälten, Ärzten, Geschäftsleuten erfahren, die – kurz nach dem 13. März 1938 – beim Stadtpark in Oberwart den Gehsteig kehren oder mit Zahnbürsten reinigen mussten. Sie wurden mit Gewehren bewacht von ehemaligen Nachbarn, Freunden, Bekannten. Der Geschichtsschreibung ist der Vorfall nicht bekannt. „Die Tatsache, dass diese massiven Demütigungsakte auch in meiner Heimat stattgefunden haben und sich bis heute nie jemand damit auseinandergesetzt hat, hat mich zutiefst betroffen gemacht und nicht los gelassen“, sagt Peter Wagner.

Denn weder öffentlich noch privat wurde der dunkle Teil der Oberwarter Geschichte jemals aufgearbeitet. Im Rahmen von „zone38 – 70 Jahre Anschluss“ will eine Künstlergruppe und das Offene Haus Oberwart diese Vertreibung, Demütigung und Enteignung nicht nur aufzeigen, sondern in begleitenden Workshops mit Schülern aufarbeiten und gleichzeitig einen Bezug zur Gegenwart herstellen.

Basis für die einzelnen Projekte – das erste wurde Montag in Oberschützen eröffnet – sind Recherchen der Künstler und Befragungen der Oberwarter Bevölkerung, an denen sich auch Bürgermeister Gerhard Pongracz beteiligt.

Peter Wagner hat etliche Versuche gestartet, das Anschlussdenkmal in Oberschützen in eine künstlerische Aktion einzubeziehen. Bisher vergebens. Nun hat er im Rahmen von zone38 die Straße, die zum Denkmal und in die Gemeinde führt, mit 70 schwarzen Holzpflöcken drapiert. Eröffnet wurde „PFLÖCKE/Korridor“ am Montag von Walter Prior.

Am 15. März wird im Stadtpark Oberwart die Objekt- und Soundinstallation „Von Besen und Bürsten“ von Sabine Maier und Eveline Rabold präsentiert. Vor Ort sollen Workshops mit Schülern stattfinden, zudem werden die Künstler mit Jugendlichen über Diskriminierungsrituale in der Gegenwart arbeiten. Am 19. April (18 Uhr) wird im OHO eine Ausstellung (Ursula Mindler, Wolfgang Horwath) eröffnet, die die Zeit vor dem Anschluss und die Folgen für Oberwart dokumentiert. Im Herbst bringt Clemens Berger das Theaterstück „Ich kann euch nicht mehr hören“ auf die OHO-Bühne. Dabei kommunizieren Riesenpuppen (Vertriebene) mit Schauspielern (Menschen von heute). Den Abschluss des Projektes bildet ein Orchesterkonzert im November mit Kompositionen von Kamil Polak, Wolfgang R. Kubizek und dem Israeli Tzvi Avni.

Auch in Oberschützen will man die Zeit vor 70 Jahren im Rahmen der Reihe „Ein Dorf und seine Geschichte“ aufarbeiten. Der Museumsverein lädt am 18. April zum Symposion. Zudem will man Bürgern die Möglichkeit geben, über die 1938 zu sprechen. Begleitet wird dies vom Zeitzeugen Wilhelm Grabenhhofer und vom Museumsverein. www.hausdervolkskultur.at

http://www.kurier.at

 

SEITE 1 OCTOBER 4, 2007 – OSTERREICH Oktober 4, 2007

Gespeichert unter: Nordkorea, Osterreich, Politik, Sudkorea — tapasluis2221 @ 2:01

1490787329_75e4516fa2.jpg

Seit mehr als 50 Jahren ist die koreanische Halbinsel geteilt: In einen kommunistischen Norden und einen kapitalistischen Süden. Nord- und Südkorea wollen ihren Kriegszustand nun offiziell beenden und dazu Gespräche mit China und den USA suchen. Das kündigten die beiden Staatschefs Kim Jong Il und Roh Moo Hyun am Donnerstag in Pjöngjang an.

www.diepresse.at